Hummus – Orientalisches Kichererbsenmus

Wenn es nach mir gehen würde, könnte es jeden Tag Hummus geben. Zusammen mit Tabbouleh steht das köstliche Kichererbsenmus ganz weit vorne auf meiner Liste der liebsten libanesischen Vorspeisen. Ob als Dip zu Brot oder als Aufstrich in einem Wrap, Sandwich oder auf dem morgendlichen Frühstücks-Bagel: Hummus ist super lecker und geht immer!!

Ich mache mir manchmal gerne eine kleine Mini-Mezze zum Abendbrot mit Hummus, Tabbouleh und leckerem Brot aus dem Ofen.

Hummus und Taboulé

Mezze – Orientalische Vorspeisen genießen

Ursprünglich kommt Hummus aus der arabischen Küche. Hier wird das Kichererbsenmus traditionell zur Mezze gereicht – so heißen die orientalischen Vorspeisen. Dabei wird das Püree als Dip zusammen mit arabischem Fladenbrot, Salat oder Fleisch gegessen. Neben weiteren leckeren Dips zählen zur typisch libanesischen Mezze beispielsweise auch Tabbouleh oder Falafel. Hauptsächlich handelt es sich bei den Gerichten um vegetarische Vorspeisen, welche meist kalt und mit Fladenbrot serviert werden. Fleischhaltige Speisen wie Kibbeh oder Fatayer (gefüllte Hefeteigtaschen) werden hingegen auch warm serviert.

Vor zwei Jahren bin ich selbst mal im Libanon rumgereist. Sehr groß ist das Land ja nicht. 😉 Vor dieser Reise war ich mit der libanesischen Esskultur nicht vertraut. Zwar habe ich auch in Deutschland schon einige Male zuvor libanesisches Essen gefuttert, jedoch reichte es hier oftmals nur für ein schnelles Falafel- oder Köfte-Sandwich – neben den vielen Hummusorgien 😉 – aus.

Libanesen schnappen sich zwar auch oft und gerne mal das ein oder andere schnelle Sandwich to go, wenn man jedoch mit der Familie oder mit Freunden zum Essen verabredet ist, wird das Treffen meist bei einer großen Mezze zelebriert. Und das kann auch gerne mal sehr lang und vor allem üppig ausfallen. Eine Mezze ermöglicht dabei jedem zwischen den verschiedenen Gerichten zu wechseln. Der kollektive Genuss spielt im Libanon eine große Rolle: In geselliger Runde wird sich hier viel Zeit gelassen, zusammen mit seinen Lieben zu dinieren.

Was ich sonst noch alles in meiner Libanon-Reise erlebt habe könnt ihr in meinen zwei Reiseberichten nachlesen: Libanon: Zwischen Terror und Tourismus & Libanon: Ein Land und seine Küchen.

Hummus - Kichererbsenmus

Orientalisches Kichererbsenmus

Zu den Grundzutaten von Hummus zählen neben Kichererbsen und Olivenöl, Knoblauch und Sesampaste. Auch bekannt als Tahini oder Tahina verleiht diese ölige Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern dem Hummus eine cremig-nussige Note. Eher seltener in der deutschen Küche anzutreffen, wird Tahini in der arabischen Küche hingegen häufig verwendet. Dort wird es gerne mit Knoblauch und Zitrone verfeinert und als Beilage oder als Dip serviert.

Hummus

Was Du brauchst

800g Kichererbsen aus der Dose
5 EL Olivenöl
3-4 EL Tahini
1 mittelgroße Knoblauchzehe
1 Zitrone
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Für mich schmeckt Hummus am besten, wenn es super cremig ist. Um ein perfekt cremiges Kichererbsenmus herzustellen wird auf jeden Fall entweder ein guter Stabmixer oder ein Multizerkleinerer benötigt. Ich bevorzuge hierbei das arbeiten mit dem Multizerkleinerer, da man so problemlos immer mal wieder weitere Zutaten hineingeben kann  ohne das man viel kleckert.

Man kann natürlich statt zu schon eingeweichten und vorgekochten Kichererbsen aus der Dose (wie ich sie gerne benutze), auch zu getrockneten Kichererbsen zurückgreifen. Diese müssen jedoch mindestens 12 Stunden in kaltem Wasser ziehen und dann nochmal 1 Stunde köcheln, damit sie weich werden. Anschließend sollten die Kichererbsen noch etwas abkühlen, bevor sie dann zu Mus verarbeitet werden.

Hummus - Kichererbsenmus

Tahini für den typischen Hummus Geschmack

Nun werden die weichen Kichererbsen in den Mixer gegeben. Ich empfehle zunächst nur die Hälfte der Kichererbsen in den Mixer zu füllen, damit es nicht zu voll wird. Anschließend einen Teil des Olivenöls, Salz, Pfeffer und den Saft einer Zitrone in den Behälter geben. Die Knoblauchzehe in grobe kleine Stücke schneiden und auch hinzugeben. Je nach belieben kann natürlich mehr oder weniger Knoblauch verwendet werden. Ich finde aber zu Hummus gehört viel Knobi, dann schmeckt’s erst so richtig gut. 😉 Aber aufgepasst! Der Knoblauch entwickelt erst nach einiger Zeit sein gesamtes Aroma.
Was noch nicht fehlen darf ist Tahini. Die ölige Sesampaste verleiht dem Kichererbsenpüree die typisch nussige Note im Geschmack. Je nach Geschmack sollte man hier einfach ausprobieren, wie es einem am besten schmeckt. :)

Das alles kann nun einmal zerkleinert werden. Nach und nach können dann die restlichen Zutaten hinzugegeben werden. Das Ganze wird dann so lange püriert, bis es zu einer cremigen Masse geworden ist. Je nach Geschmack kann dann noch nachgewürzt werden. Hummus sollte nicht zu trocken sein, sondern eine ölig-cremige Konsistenz haben. Wenn es sich noch zu trocken anfühlt: einfach noch etwas Olivenöl nachgeben.

Wenn alles schließlich gut vermengt ist kann die Kichererbsenpaste umgefüllt und zur Seite gestellt werden. Je länger das Mus nun zieht, desto intensiver werden die Aromen darin. Daher sollte man in der Zubereitung vorsichtig mit dem Knoblauch sein. 😉 Gekühlt und gut verschlossen hält sich das leckere Kichererbsenmus im Kühlschrank einige Tage.

Probiert es gerne mal aus und lasst es euch schmecken! :)

Hummus und Taboulé

Steffi

Steffi

4 Kommentare

  • Patty
    13. August 2016 um 17:19

    Hmm klingt das lecker. Ich liebe Humus und könnte mich täglich davon ernähren. Sobald ich immer im Orient unterwegs bin lasse ich es mir in de arabischen Restaurants schmecken. Die Idee Humus auch einmal selbst zu machen finde ich toll, muss ich auch mal testen :)

    Liebe Grüße :)
    Measlychocolate by Patty

    • Steffi
      Steffi F.
      17. August 2016 um 11:40

      Liebe Patty,

      vielen Dank! :)
      Ich liebe die orientalische Küche auch total!! <3 Daher wird es bald auch mehr davon geben.

      Liebe Grüße zurück :)

  • Thomas
    17. August 2016 um 11:35

    So lecker! Darfst Du immer wieder machen. :-)

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