Milchreis-Törtchen mit Datteln, Pistazie und Rosenwasser

Heute habe ich ein Milchreistörtchen für Euch, dass neben süßen Datteln und gehackten Pistazien noch eine ganz besondere Zutat beinhaltet: Rosenwasser.

Milchreis-Törtchen mit Datteln, Pistazie und RosenwasserRosenwasser?

Lange Zeit ruhte mein Rosenwasser nun im Küchenregal. So oft wollte ich jetzt schon damit rumexperimentieren, aber ich wusste irgendwie nicht richtig, wie ich an die Sache rangehen sollte. Rose.. hm..

Rosenwasser ist ein ätherisches Wasser aus der Rose, das als Nebenprodukt bei der Destillation von Rosenöl gewonnen wird. Vor allem in der indischen, iranischen oder arabischen Küche wird Rosenwasser häufig in Süßspeisen verwendet – Daher komme ich auch auf das gute Wässerchen. Aber wozu könnte das passen? Wird das zu blumig im Geschmack? Wie dosiert man das richtig? Dabei durchstöberte ich etliche Zeitschriften und Websites. Und so kam ich unter anderem auf den Beitrag von Backbube Markus, der ein Milchreistörtchen mit Rosenwasser und Pistazie kreiert hatte.

Milchreis-Törtchen mit Datteln, Pistazie und Rosenwasser

Milchreis!

Ja, das wäre eine Idee. Ich mag die orientalisch-arabische Richtung bei Süßspeisen sehr gerne. Ein paar süße Datteln, im besten Fall noch frische Feigen dazu (ich hatte leider keine mehr 🙁 ), ein wenig Kardamom und ein Hauch Vanille. Das klingt gut. Aber dieses Mal sollte es nicht einfach nur Milchreis sein. Das Milchreistörtchen von Markus finde ich eigentlich sehr ansprechend. Dieses muss nicht gebacken werden, sondern ist ein kaltes Dessert, dass erstmal für ein paar Stunden im Kühlschrank ruhen muss, bevor es serviert werden kann. Ob im Sommer als erfrischender Snack zwischendurch oder als leckeres Dessert nach dem Essen: Ein besonderes Dessert ist es allemal! Also habe ich mich einfach mal in die Küche gestellt und selbst etwas ausprobiert. Heraus kam dabei ein Milchreis-Törtchen mit Datteln, Pistazie, Rosenwasser und Kardamom. Für den Boden habe ich Dinkel-Vollkorn-Kekse zerbröselt, festgedrückt und darauf dann die Milchreis-Masse gegeben.

Milchreis-Törtchen mit Datteln, Pistazie und Rosenwasser

Milchreis-Törtchen mit Datteln, Pistazie und Rosenwasser

Was Du brauchst

Für den Boden:

90g Dinkel-Vollkornkekse
80g Butter

Für den Milchreis:

550ml Milch
200ml Sahne
160g Milchreis
75g Zucker
8 Datteln (davon 3 für die Deko)
3 Gelatineblätter (dementsprechend Gelatinepulver)
3 EL Pistazien
2-3 Kardamomkapseln
1 EL Rosenwasser (je nach Qualität und Geschmack)
½ EL Puderzucker
½ EL Stärke
½ TL Vanille
getrocknete Blüten

Die Zubereitung

Zunächst kümmern wir uns um den Boden. Ich habe eine Springform verwendet mit ca. 16cm Durchmesser. Damit man die Torte später unbeschadet von der Form bekommt, sollte man zwischen dem Ring und dem Boden der Form Backpapier befestigen.

Nun gibt man die Kekse in einen Gefrierbeutel o.ä., diesen dann verschließen und mit einem Nudelholz die Kekse fein bis grob zerbröseln. Ich mag hierbei auch gerne größere Stückchen, da diese den Boden ein wenig crunchy machen. Daher nicht zu fein zerbröseln, da der Boden dann zwar auch lecker wird, aber der gewisse Pepp verloren geht.

Wenn das getan ist, einen Topf auf mittlere Hitze stellen und die Butter hineingeben. Wenn die Butter fast ganz geschmolzen ist können die Keksbrösel dazu. Alles gut umrühren und kurz stehen lassen. Nun kann der Teig in die Form gegeben werden. Hierbei muss man aufpassen, dass der Boden überall ungefähr gleich hoch ist und keine Löcher mehr zu sehen sind. Alles schön am Boden festdrücken und anschließend zur Seite stellen.

Als Nächstes kümmern wir uns um den Milchreis. Hierfür die Milch aufkochen und anschließend den Milchreis hinzugeben. Dieser köchelt dann erstmal für die nächsten 25 Minuten bei geringer Hitze auf dem Herd weiter.

Anschließend Vanilleextrakt und gemahlenen Kardamom hinzugeben. Ich habe meist nur Kardamomkapseln zu Hause. Hierbei kann man einfach die grünen Kapseln aufbrechen und die Samen in einem Mörser oder mit einem Messer zerkleinern – Ich empfehle den Mörser. 😉

Nun Zucker und das Rosenwasser hinzugeben. Beim Rosenwasser rate ich Euch wirklich sparsam anzufangen. Ich habe mich beim ersten Mal etwas verschätzt und das Resultat war nicht wirklich genüßlich: Alles, aber auch wirklich alles schmeckte nach Rose! Daher einfach sparsam damit umgehen, vor allem wenn ihr noch nicht viel Erfahrung mit dem Wässerchen habt – mehr geht immer! 😉

Damit die Masse später in Form bleibt kommt nun etwas Gelatine hinein. Ich habe gemahlene Gelatine (oder man nimmt Gelatineblätter) verwendet. Diese wird in dem noch warmen Milchreis verrührt. Die kleingeschnittenen Dattelstückchen nun noch unterrühren und danach die gesamte Masse vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Damit die Masse noch cremiger wird nehmen wir als nächstes die Sahne und schlagen diese luftig. Damit die Sahne richtig steif wird, braucht man kein Sahnesteif! Man kann auch mit Hilfe von einem 1:1 Puderzucker-Stärke-Gemisch ein gutes Ergebnis erlangen. Also einfach von beidem zusammen ca. 1 EL in die Sahne geben und so lange schlagen bis sie komplett steif geworden ist.

Sobald der Milchreis zu gelieren beginnt, wird die geschlagene Sahne vorsichtig in die Masse untergehoben. Anschließend alles in die Springform füllen und abkühlen lassen. Später kann der Kuchen leicht abgedeckt in den Kühlschrank gestellt werden. Dieser sollte etwa vier Stunden darin ruhen.

Total hübsch und lecker: Getrocknete Blüten

Danach das Törtchen vorsichtig aus der Form nehmen und gehackte Pistazien, Dattelstückchen und wenn vorhanden, bunte getrocknete Blüten oder karamellisierte Rosenblüten auf den Kuchen geben. Et voilá, habt ihr einen tollen Hingucker bei der nächstern Kaffeerunde. 🙂

Milchreis-Törtchen mit Datteln, Pistazie und Rosenwasser

Am Ende des Tages ist das Rosenwasser nicht zu meinen großen Favoriten aufgestiegen. Ich bin immernoch sehr skeptisch, aber werde mal weitertüfteln. Die Geschmäcker sind nunmal sehr verschieden und daher wollte ich Euch dieses Rezept auf keinen Fall vorenthalten, denn es hat definitiv Potenzial!

Das Milchreis-Törtchen wird es demnächst nochmal im Blog geben – Um uns ein wenig die bevorstehenden kühlen Herbsttage zu versüßen. Diesmal dann in verschiedenen süßen und fruchtigen Varianten.

Bis dahin würde ich mich freuen, über Eure Erfahrungen mit Rosenwasser zu hören und bin für jede Art von Idee oder Hinweis dankbar. 🙂

Steffi

Steffi

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